Battlefield ist zurück. Der neueste Eintrag von EA DICE mit dem schlichten Titel „Battlefield“ bietet die für die Franchise typischen groß angelegten Kämpfe mit intensiven Feuergefechten, truppbasierten Taktiken und einer Mischung aus Infanterie und Fahrzeugen. Während das Spiel auf schnellere Action setzt, die an Konkurrenten wie Call of Duty erinnert, behält es weitgehend das bei, was Battlefield einzigartig macht. Einige kontroverse Entscheidungen und eine spürbare Verringerung der Umweltzerstörung hindern es jedoch daran, sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Das Kernerlebnis: Squad Warfare vom Feinsten
Das Herzstück von Battlefield bleiben seine epischen Schlachten. Spieler werden Momente des verzweifelten Überlebens erleben – sie können Teamkollegen unter schwerem Feuer wiederbeleben, Vorstöße mit einem Trupp koordinieren oder einen feindlichen Panzer mit gut getimtem Sprengstoff ausschalten. Das sind die Momente, die das Franchise ausmachen, und das neue Spiel liefert sie zuverlässig.
Der offene Betatest hat bereits einige Änderungen enthüllt, die langjährige Fans möglicherweise frustrieren. Die größte Veränderung ist die Entfernung klassenspezifischer Waffen. Jetzt kann jede Klasse jede Waffe im Spiel führen, obwohl bestimmte Waffen in bestimmten Rollen immer noch besser funktionieren. Diese Änderung scheint dazu gedacht zu sein, die Attraktivität des Spiels zu steigern, verwässert jedoch die traditionelle Battlefield-Formel. Das Studio hat bestätigt, dass dieser Ansatz weiterhin die vorherrschende Spielweise bleiben wird.
Zerstörung, die enttäuscht
Einer der größten Nachteile ist die begrenzte Umweltzerstörung. Im Gegensatz zu Battlefield 1 und Battlefield 5, wo Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden konnten, erlaubt Battlefield kaum mehr als oberflächlichen Schaden. Sprengstoffe und Panzergranaten zertrümmern nur die Außenwände und lassen die darunter liegende Struktur intakt. Dies ist ein großer Nachteil, insbesondere auf dichten Stadtkarten, wo die Zerstörung von Gebäuden ein entscheidender taktischer Vorteil war.
Das Fortschrittssystem schränkt außerdem den Zugang zu leistungsstarken Abbruchwerkzeugen ein. Die Spieler müssen sich durch Levels kämpfen und Herausforderungen meistern, um C4-Ladungen und andere Sprengstoffe freizuschalten, was die strategischen Optionen zu Beginn des Spiels einschränkt.
Ein ausgewogenes Arsenal und fesselnde Modi
Trotz dieser Nachteile verfügt Battlefield zum Start über ein robustes Arsenal von 41 Hauptwaffen. Während einige Kategorien eingeschränkter sind als andere (Schrotflinten und Scharfschützengewehre haben jeweils nur drei Optionen), regt die Vielfalt zum Experimentieren an. Das Spiel bietet auch eine Solo-Kampagne – einen mittelmäßigen Spionagethriller, der genügend Intrigen bietet, um die Spieler zwischen den Multiplayer-Spielen zu fesseln.
Hervorzuheben sind die groß angelegten All-Out-Warfare-Modi. Durchbruch und Eroberung bieten das klassische Battlefield-Erlebnis, während Eskalation langsam wirken kann. Die Nahkampfmodi wie Team Deathmatch und King of the Hill sind umstrittener. Ohne Fahrzeuge fühlt sich die Klasse der Ingenieure unterfordert.
Eine kontroverse Änderung: Offenes Waffensystem
Die Entscheidung, allen Klassen den Einsatz aller Waffen zu erlauben, hat unter den Fans eine Debatte ausgelöst. Es erweitert zwar die Waffenauswahl, verringert aber auch die strategische Bedeutung der Klassenspezialisierung. Erste Daten aus der offenen Beta deuten jedoch darauf hin, dass die Spieler die Änderung weitgehend angenommen haben und keine einzelne Waffe die Meta dominiert. Die Entwickler scheinen trotz des Widerstands einiger eingefleischter Fans entschlossen zu sein, an diesem System festzuhalten.
Abschließende Gedanken
Battlefield liefert groß angelegte Schlachten, bei denen Trupps Ziele erobern und Gegner mit koordinierten Taktiken ausmanövrieren. Trotz einiger fragwürdiger Designentscheidungen glänzt das Spiel in seiner Kernstärke: chaotische, fesselnde Kriegsführung. Die begrenzte Zerstörungskraft und das umstrittene Waffensystem hindern es an der Größe, aber es bleibt eine würdige Ergänzung des Franchise. Das Spiel erscheint am 10. Oktober und die Spieler sollten sich auf ein chaotisches, lohnendes Erlebnis einstellen.
