Evens neue Smart Glasses: Ein diskreter Fortschritt in der tragbaren Technologie

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Der Wettlauf um die Entwicklung von smarten Brillen, die für den Mainstream geeignet sind, verschärft sich, und Unternehmen wie Google und Samsung schließen sich Meta bei der Entwicklung verbraucherorientierter Geräte an. Doch während die Ray-Ban-Display-Brille von Meta immer beliebter wird, hat Even Realities in aller Stille eine überzeugende Alternative herausgebracht: die Even G2. Diese Brillen zeichnen sich nicht nur durch ihr bemerkenswert dünnes Profil – vergleichbar mit Standardbrillen – aus, sondern auch durch ihre Kompatibilität mit Korrekturgläsern, eine Funktion, die Meta derzeit fehlt.

Ein neuer Formfaktor

Der Even G2 (599 US-Dollar) lässt sich mit dem R1-Fitnessring für 249 US-Dollar kombinieren, der gleichzeitig als Fernbedienung dient. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Datenbrillen alltagstauglicher zu machen. Frühere Modelle wie die Even G1 waren bereits vielversprechend, doch die G2 verfeinert das Design noch weiter: Sie sind kompakt genug, dass die meisten Menschen sie nicht sofort als Datenbrille erkennen würden. Die Brille verfügt über ein monochromes grünes Heads-up-Display (HUD), das von Mikro-LED-Projektoren angetrieben wird und ein größeres und besser lesbares Sichtfeld bietet als Ray-Bans Ein-Augen-Ansatz.

Was zeichnet sie aus?

Verschreibungsunterstützung: Der große Verschreibungsbereich des G2 (bis zu +12,00/-12,00) gewährleistet die Kompatibilität mit einem breiteren Benutzerkreis. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber den aktuellen Angeboten von Meta, die noch keine individuellen Rezepte unterstützen.
Akkulaufzeit: Das G2 verfügt über eine Akkulaufzeit von fast zwei Tagen mit einer einzigen Ladung – eine deutliche Verbesserung gegenüber der Konkurrenz.
Fokus auf Privatsphäre: Der Brille fehlen integrierte Kameras, was Datenschutzbedenken für diejenigen berücksichtigt, die vor ständiger Aufzeichnung zurückschrecken.

KI-Integration und Funktionalität

Even Realities hat mehrere KI-gestützte Funktionen in den G2 integriert:

  • Live-Übersetzung: Unterstützt 29 Sprachen.
  • Teleprompter-Modus: Synchronisiert Lauftext mit Sprache für Präsentationen oder öffentliche Reden.
  • Modus „Konversieren“: Versucht, laufende Gespräche zu analysieren und Schlüsselphrasen und Definitionen auf dem Bildschirm hervorzuheben.

Das Touchpad des Rings ermöglicht die Menünavigation und App-Steuerung, während der Ring auch Fitnessmetriken wie die Herzfrequenz aufzeichnet. Dies ist eine einzigartige Kombination, die für Benutzer interessant sein könnte, die eine integrierte Gesundheitsverfolgung suchen.

Warum das wichtig ist

Der Trend zu diskreten Datenbrillen wird durch die Nachfrage der Verbraucher nach tragbarer Technologie vorangetrieben, die nicht „zukünftiges Gadget“ schreit. Auch Realities hat in dieser Hinsicht erhebliche Fortschritte gemacht und ein Gerät geschaffen, das sich nahtlos in den Alltag einfügt. Das Fehlen von Kameras ist ebenfalls eine bewusste Entscheidung und signalisiert eine mögliche Wende hin zu datenschutzorientierten Wearables.

Das Hinzufügen von Fitness-Tracking- und KI-Unterstützungsfunktionen deutet darauf hin, dass Even Realities sich als vielseitiger Konkurrent von Meta, Google und Apple positioniert. Die Bereitschaft des Unternehmens, Grenzen zu überschreiten – wie der etwas beunruhigende Modus „Konversieren“ – zeigt die Bereitschaft, mit modernster Technologie zu experimentieren.

Die Even G2 bietet eine überzeugende Alternative auf dem aufstrebenden Markt für Datenbrillen. Sein diskretes Design, die lange Akkulaufzeit und die Verschreibungsunterstützung machen es zu einem starken Konkurrenten für Verbraucher, die funktionelle, für den Alltag tragbare Technologie suchen.