Mit Firefox können Benutzer jetzt KI-Funktionen vollständig deaktivieren

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Mozilla hat auf die Nachfrage der Benutzer reagiert, indem es in seinem neuesten Firefox-Browser-Update (Version 148) einen vollständigen „KI-Killswitch“ implementiert hat. Die Funktion ermöglicht es Benutzern, alle KI-gestützten Funktionen im Browser vollständig zu deaktivieren, ein Schritt, der den wachsenden Bedenken hinsichtlich unerwünschter KI-Integration in Software direkt Rechnung trägt.

Warum das wichtig ist

Die Entscheidung, ein KI-Opt-out aufzunehmen, ist bedeutsam, da dies in der aktuellen Technologielandschaft ungewöhnlich ist. Die meisten Unternehmen drängen aggressiv auf KI-Funktionen, oft ohne klare Möglichkeiten zu bieten, sie zu deaktivieren. Dieser Schritt von Mozilla positioniert Firefox als einen Browser, der in einer Zeit, in der KI immer allgegenwärtiger wird, die Benutzerkontrolle in den Vordergrund stellt. Es wird anerkannt, dass nicht jeder möchte, dass KI sein Surferlebnis verändert, und dass die Benutzer das letzte Wort haben sollten.

So deaktivieren Sie KI in Firefox

Das Deaktivieren von KI in Firefox ist unkompliziert:

  1. Update auf Firefox-Version 148.
  2. Navigieren Sie zu „Einstellungen > KI-Steuerung“.
  3. Schalten Sie die Option „KI-Verbesserungen blockieren“ auf die Position Ein.

Dadurch werden KI-gestützte Funktionen wie die ChatGPT-Integration in der Seitenleiste, KI-gestützte Linkvorschauen und intelligente Vorschläge zur Tab-Gruppierung entfernt.

Die Gegenreaktion und Mozillas Antwort

Mozilla hatte ursprünglich geplant, im Dezember unter seinem neuen CEO Anthony Enzor-DeMeo KI in Firefox zu integrieren. Die Ankündigung stieß bei der Nutzerbasis auf heftigen Widerstand, was das Unternehmen dazu zwang, seinen Ansatz zu überdenken. Als Reaktion darauf versprach Mozilla, einen „KI-Ausschalter“ zu schaffen, der Benutzern die vollständige Kontrolle über KI-Funktionen geben würde. Das heutige Update erfüllt dieses Versprechen.

Benutzerkontrolle ist von größter Bedeutung

Ajit Varma, Leiter von Firefox, betonte in einer Erklärung die Bedeutung der Benutzerauswahl:

„In einer Zeit, in der sich ein Großteil der Branche in Richtung geschlossener, KI-gesteuerter Ökosysteme bewegt, schlagen wir einen anderen Weg ein, der den Menschen und nicht den Plattformen die Verantwortung gibt. Wir haben deutlich von unseren Benutzern gehört: Einige möchten keine KI, während andere die Möglichkeit haben möchten, genau zu entscheiden, wie und wann sie in ihrem Browser angezeigt wird. KI-Kontrollen sind die Art und Weise, wie wir dieser Verpflichtung nachkommen.“

Dieser Schritt von Mozilla ist ein klares Signal, dass Benutzerpräferenzen die Produktentwicklung leiten sollten, auch wenn diese Präferenzen im Widerspruch zu Branchentrends stehen. Es ist auch ein seltenes Beispiel dafür, dass ein Technologieunternehmen aktiv auf Kritik reagiert, indem es eine direkte Lösung anbietet.

Die Aufnahme eines KI-Killswitches in Firefox ist nicht nur ein Funktionsupdate; Es ist eine Aussage über User Agency im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.