Toyotas Corporate-Venture-Capital-Arm (CVC), Woven Capital, hat Michiko Kato zum Chief Investment Officer (CIO) und Mia Panzer zum Chief Operating Officer (COO) befördert und signalisiert damit einen Wandel hin zu mehr Geschlechtervielfalt in der traditionell männerdominierten Welt der Finanzen und Automobiltechnologie. Die Schritte erfolgen, da das Unternehmen Unternehmen identifizieren und in sie investieren möchte, die die „Zukunft der Mobilität“ prägen werden, darunter Sektoren wie autonomes Fahren, Raumfahrttechnologie und Cybersicherheit.
Investition in die nächste Generation der Mobilität
Woven Capital verwaltet 1,6 Milliarden US-Dollar in zwei Fonds (jeweils 800 Millionen US-Dollar), die 2021 und 2023 aufgelegt wurden. Das Unternehmen strebt die Finanzierung von mindestens 20 Investitionen der Serie B an und arbeitet mit Startups zusammen, die mit der langfristigen Strategie von Toyota übereinstimmen. Zu den aktuellen Portfoliounternehmen gehören Xona (Satellitentechnologie) und Machina Labs (Infrastruktur für die Verteidigungsproduktion).
Kato, die erste weibliche CEO einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Toyota, legt Wert auf einen flexiblen Investitionsansatz: „Wir können gemeinsam leiten, kleine Investitionen tätigen oder aggressive Geschäfte abschließen … wir versuchen, flexibel zu sein.“ Ihre Priorität liegt auf der praktischen Zusammenarbeit mit Start-ups und der Förderung von Kooperationsbeziehungen statt rein finanzieller Erträge.
Barrieren im Corporate Venture Capital überwinden
Die Ernennungen von Kato und Panzer stellen eine bemerkenswerte Veränderung dar. Während Frauen in CVCs in der Vergangenheit im Vergleich zu traditionellen Venture-Capital-Firmen etwas stärker vertreten waren (etwa 20 % im Jahr 2014, gegenüber 7 % bei Top-VC-Firmen), entwickelt sich die Landschaft weiter. Heutzutage sind etwa 15,4 % der Risikokapitalpartner insgesamt Frauen, was auch auf Fortschritte bei CVCs hindeutet.
Panzer, der bei Woven Capital die Bereiche Finanzen, Betrieb, Personalwesen und Rechtsstrategie beaufsichtigen wird, erkennt die Herausforderungen an: „Jeder CVC ist immer besorgt über einen Unternehmensabschwung, der Geschäfte zunichte macht, und über eine Fehlausrichtung mit der Muttergesellschaft.“ Ihre Rolle konzentriert sich darauf, diese Risiken zu mindern und eine reibungslose Ausführung sicherzustellen.
Ein Perspektivwechsel
Beide Führungskräfte bringen umfassende Erfahrung in ihre Rollen ein. Kato verfügt über 15 Jahre Erfahrung im Investmentbereich, darunter M&A bei Unison Capital und CFO-Erfahrung beim japanischen KI-Startup ABEJA. Zuvor leitete Panzer die Finanzabteilung des Kartenunternehmens Carmera (von Toyota übernommen) und arbeitete bei Goldman Sachs und Independent Pet Partners.
Panzers Entscheidung, die Rolle des COO zu übernehmen, spiegelt einen umfassenderen Einstellungswandel unter Frauen im Finanzwesen wider. Sie erinnerte sich daran, dass sie gesellschaftliche Erwartungen verinnerlicht hatte, die ihre Qualifikationen in Frage stellten, sich aber letztendlich entschied, trotz Zweifeln „einzuspringen“, was eine weit verbreitete Erfahrung der Unterschätzung widerspiegelte.
„Ich sage anderen Frauen immer: ‚Lass sie niedrige Erwartungen haben.‘ Es ist leicht, zu viel zu liefern.“
Die Ernennungen unterstreichen Toyotas Engagement für die Förderung von Innovationen im Mobilitätssektor und vor allem für die Förderung weiblicher Führungspositionen in seinen Investmentabteilungen. Ziel des Unternehmens ist es nicht nur, die Zukunft zu finanzieren, sondern auch die Struktur der Branche selbst neu zu gestalten.






























