KI-Betrug nutzt Prominente aus: Taylor Swift führt die Liste der Fake-Empfehlungen an

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Prominente, insbesondere Taylor Swift, geraten zunehmend ins Visier von KI-gestützten Betrügereien. Ein neuer McAfee-Bericht zeigt, dass 72 % der Amerikaner online auf gefälschte Promi-Empfehlungen gestoßen sind, wobei Swifts Konterfei mehr als jede andere Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ausgenutzt wird. Dieser Anstieg an Betrügereien ist auf die Leichtigkeit zurückzuführen, mit der künstliche Intelligenz mittlerweile überzeugende, aber betrügerische Inhalte erstellt.

Der Aufstieg von Promi-Deepfakes im Online-Betrug

Die Studie identifiziert Scarlett Johansson, Jenna Ortega und Sydney Sweeney als weitere häufige Opfer von KI-gesteuerten Betrügereien. Die meisten Ziele sind Ikonen der Popkultur oder Musiker, obwohl auch die US-Repräsentantin Alexandria Ocasio-Cortez stark ausgebeutet wird, wahrscheinlich aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit und politischen Relevanz.

Der Bericht konzentriert sich auf Betrügereien im Zusammenhang mit Produkten oder Dienstleistungen, beispielsweise gefälschte Kryptowährungssysteme, die fälschlicherweise AOC zugeschrieben werden. Obwohl die Verbreitung von Deepfakes mit Beteiligung von Persönlichkeiten wie Donald Trump hoch ist, werden sie in der Studie aufgrund ihres geringeren Umfangs nicht berücksichtigt. Betrüger nutzen die Aufmerksamkeit von Prominenten aus, um Opfer dazu zu verleiten, auf bösartige Links zu klicken, an betrügerischen Werbegeschenken teilzunehmen oder gefälschte Waren zu kaufen.

Die Wirksamkeit dieser Betrügereien ist alarmierend: 39 % der Befragten haben auf eine gefälschte Empfehlung geklickt und 10 % haben durch die Weitergabe persönlicher Daten durchschnittlich 525 US-Dollar verloren.

Wie KI das Problem anheizt

Mit generativen KI-Tools können Betrüger jetzt Auftritte von Prominenten für gefälschte Empfehlungen, Werbegeschenke oder Produktwerbung klonen. Ein überzeugender Social-Media-Beitrag reicht aus, um Opfer zu täuschen. KI-Unternehmen implementieren Schutzmaßnahmen, um die unbefugte Verwendung von Porträts von Prominenten zu verhindern, diese Systeme werden jedoch häufig umgangen.

Beispielsweise wurde OpenAI kurz nach der Veröffentlichung von Sora kritisiert, als unangemessene KI-Videos von Martin Luther King Jr. auf der Plattform auftauchten, was zu einer Reaktion seines Nachlasses führte. Während OpenAI mit Prominenten zusammenarbeitet, um dieses Problem anzugehen, geht das Problem über einfache technische Lösungen hinaus.

KI-Betrug erkennen: Ein Leitfaden für Verbraucher

Die Identifizierung von KI-generierten Inhalten kann schwierig sein, aber zu den wichtigsten Indikatoren gehören:

  • Visuelle Anomalien: Suchen Sie nach verschwindenden/wiederauftauchenden Objekten, physikalischen Verstößen oder unnatürlich glatten Hautstrukturen.
  • Wasserzeichen: Viele KI-Generatoren hinterlassen eingebettete oder sichtbare Wasserzeichen.
  • Plattform-Labels: Suchen Sie auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube nach KI-generierten Labels.

Auch ohne KI bleiben Betrugstaktiken konsistent. Laut Abhishek Karnik, Leiter der Bedrohungsforschung bei McAfee, „haben sich die Warnsignale nicht geändert: Dringlichkeit, emotionaler Druck und Anfragen nach persönlichen Daten oder Zahlungen sind immer noch die größten Anzeichen.“

Online sicher bleiben

  • Denken Sie nach, bevor Sie klicken: Betrügereien zielen darauf ab, Panik oder Aufregung zu erzeugen. Halten Sie inne und beurteilen Sie.
  • Überprüfen Sie die Quelle: Suchen Sie nach falsch geschriebenen Links, nicht bestätigten Konten oder fehlenden offiziellen Empfehlungen.
  • Vermeiden Sie unkonventionelle Zahlungen: Seien Sie vorsichtig bei Betrügereien, die Zahlungen über Kryptowährung oder nicht autorisierte Zahlungs-Apps verlangen.

KI-gestützte Betrügereien entwickeln sich weiter, aber Wachsamkeit bleibt die beste Verteidigung. Nur weil etwas behauptet, von Prominenten unterstützt zu werden, ist dies keine Garantie für seine Echtheit.