Spanien hat gerade 10 Millionen Euro in die Tiefe des Quantencomputings gesteckt. Es ist eine große Wette auf künstliche Intelligenz, schnellere Forschung und Souveränität. Alles in einem Raum in Barcelona.
Das Barcelona Supercomputing Centre hat seine dritte Quantenmaschine hinzugefügt. Nicht zwei. Drei.
Es schließt sich dem MareNostrum 5-Cluster an, einem System, das klassische Brute-Force, KI-Logik und Quantenverrücktheit vereint. Es wurde vom lokalen Unternehmen Qilimanjaro QuantumTech gebaut und von Brüssel und Madrid finanziert. Konkret das spanische Sekretariat für Digitalisierung.
Es gibt jedoch eine Wendung. Die beiden vorherigen Maschinen waren digitale Quantencomputer. Dieses hier ist analog. Es funktioniert anders.
Denken Sie eine Sekunde über die einzelnen Teile nach. Standardmodelle sind wählerisch. Null oder eins. Stets.
Qubits? Sie machen beides gleichzeitig. Es ist chaotisch, probabilistisch und für bestimmte Arten von Problemen wahnsinnig wirkungsvoll. Die Art, an der normale Prozessoren ersticken.
53 Projekte, eine Kapelle
Es ist im Torre Girona untergebracht. In der eigentlichen Kapelle.
Zwischen 2005 und letztem Jahr befanden sich in diesem heiligen Raum die ersten vier Generationen von MareNostrum. Jetzt brummt es vor Quantenbits. Der Quantenteil von MareNostrum 5 hat einen Namen. MareNostrum Ona.
Die ersten beiden Einheiten sind seit Februar 2025 in Betrieb. Schon jetzt. Sie haben 4.200 Rechenstunden gesammelt. Aufgeteilt auf 53 Forschungsprojekte, die vom spanischen Supercomputing-Netzwerk geprüft wurden. Das sind viele Taktzyklen in ein paar Monaten.
Hergestellt in Europa, von Europa
Dies ist nicht nur ein lokales Spielzeug. Es ist an das EuroHPC JU-Netz angeschlossen.
Das European High Performance Computing Joint Undertaking baut ein kontinentweites Netzwerk auf. Sie haben insgesamt sechs Quantensysteme gekauft, die über Polen, Tschechien und Deutschland verteilt sind. Diese drei sind live. Verbunden. Bereit für die Wissenschaft.
Núria Montserrat, Kataloniens Forschungsministerin, bringt es auf den Punkt. Es geht um Souveränität.
„Stärkt die Idee der europäischen technologischen Souveränität … gegenüber den „Big-Tech“-Unternehmen der USA.“
Sie sieht darin einen Schutzschild gegen die Abhängigkeit von Drittstaaten. Eine Möglichkeit, strategische Autonomie zu bewahren. Nutzen Sie öffentliche Gelder, arbeiten Sie mit Europa zusammen und bauen Sie den Stack vor Ort auf.
Es ist noch keine perfekte Technik. Vielleicht kurzfristig nicht einmal zuverlässig.
Aber sie wetten, dass der Besitz der Hardware wichtiger ist als der Kauf von der Stange. In der Kapelle ist es wieder laut. Und es ist alles hausgemacht.
Wem will die Zukunft gehören, wenn nicht Ihnen?





























