Apple stimmt einem Vergleich in Höhe von 250 Millionen US-Dollar wegen KI- und Siri-Ansprüchen zu

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Apple hat sich bereit erklärt, 250 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Sammelklage beizulegen, in der behauptet wird, das Unternehmen habe die Fähigkeiten seiner KI-Funktionen, insbesondere Siri und Apple Intelligence, in seinen Marketingkampagnen übertrieben. Obwohl Apple kein Fehlverhalten eingestanden hat, bietet der Vergleich eine potenzielle Entschädigung für Millionen von iPhone-Besitzern, die in einem bestimmten Zeitraum in den Jahren 2024 und 2025 bestimmte Modelle gekauft haben.

Wer hat Anspruch auf eine Entschädigung?

Der Vergleich richtet sich an US-Verbraucher, die iPhones gekauft haben, auf denen während eines bestimmten Zeitfensters Apple Intelligence – Apples Marke für seine Suite von KI-Tools – laufen kann. Gemäß dem Vergleichsantrag vom 5. Mai müssen berechtigte Käufer ihre Geräte zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 gekauft haben.

Die folgenden iPhone-Modelle sind von der Sammelklage betroffen:

  • iPhone 16
  • iPhone 16e
  • iPhone 16 Plus
  • iPhone 16 Pro
  • iPhone 16 Pro Max
  • iPhone 15 Pro
  • iPhone 15 Pro Max

Sobald ein Richter die Vereinbarung genehmigt, wird eine spezielle Vergleichswebsite gestartet, auf der weitere Anweisungen zur Geltendmachung von Ansprüchen bereitgestellt werden.

Wie viel erhalten Kunden?

Der 250-Millionen-Dollar-Fonds wird nach Abzug der Anwaltsgebühren und Verwaltungskosten an die berechtigten Antragsteller verteilt. Die Grundvergütung beträgt 25 USD pro Gerät.

Der endgültige Auszahlungsbetrag steht jedoch nicht fest. Aus den Vergleichsdokumenten geht hervor, dass die Zahlungen je nach Gesamtumfang der eingereichten Ansprüche und anderen logistischen Faktoren „bis zu 95 US-Dollar pro Gerät verringern oder erhöhen“ können. Diese Struktur ist bei groß angelegten Sammelklagen üblich, bei denen der Gesamtpool durch die Anzahl der gültigen Teilnehmer geteilt wird.

Hinweis: Wenn ein Verbraucher mehrere qualifizierende Geräte gekauft hat (z. B. im Rahmen eines Familienplans), hat er möglicherweise Anspruch auf eine separate Entschädigung für jedes Gerät.

Warum wurde die Klage eingereicht?

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen Apples Werbemaßnahmen rund um die Einführung des iPhone 16 im Jahr 2024. In den Marketingmaterialien wurde stark auf eine „intelligentere, gesprächigere“ Siri mit fortschrittlichen KI-Funktionen hingewiesen. Kritiker argumentierten, dass es sich bei diesen Behauptungen um falsche Werbung handele, da der versprochene Grad der KI-Integration zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht vollständig erreicht worden sei.

Während Apple Intelligence auf der WWDC 2024 mit Funktionen wie Benachrichtigungszusammenfassungen und Genmoji vorgestellt wurde, waren viele Benutzer der Meinung, dass das KI-gesteuerte Siri-Erlebnis hinter den Erwartungen zurückblieb. Diese Kluft zwischen Marketing-Hype und Produktrealität führte zu mehreren Klagen, die schließlich in einer einzigen Klage zusammengefasst wurden.

Was bedeutet das für die Zukunft von Apple AI?

Diese Einigung verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen den ehrgeizigen KI-Roadmaps der Technologieunternehmen und den Verbrauchererwartungen. Da KI zu einem zentralen Verkaufsargument für Premium-Hardware wird, wird die Grenze zwischen Innovation und Überversprechen zu einem rechtlichen und Reputationsrisiko.

Mit Blick auf die Zukunft wird Apple voraussichtlich auf der WWDC 2026 eine robustere, KI-gestützte Siri vorstellen, die Berichten zufolge in Google Gemini integriert ist. Bis dahin dient die Einigung in Höhe von 250 Millionen US-Dollar als bedeutende finanzielle Anerkennung der Verzögerungen und Diskrepanzen bei der KI-Einführung von Apple und bietet eine Entschädigung für Frühanwender, denen Fähigkeiten verkauft wurden, die sich noch in der Entwicklung befanden.