Monzos Gewinnboom

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Monzo überlebt nicht mehr nur. Es gedeiht.

Der Gewinn vor Steuern belief sich für das im März endende Jahr auf 87,3 Mio. £. Das ist ein Anstieg von 44 % gegenüber den 60,5 Millionen Pfund, die sie letztes Jahr zusammengekratzt haben. Auch der Umsatz stieg auf 1,7 Milliarden Pfund.

Sie tun dies, indem sie Geld verleihen.

Die Krediterträge stiegen im Jahresvergleich um 39 %. Die digitale Bank bietet Kredite an. Überziehungskredite. Kreditkarten. Sie verleihen Privatpersonen. Sie verleihen Unternehmen. Die Leute leihen sich, Monzo kassiert. Es ist wirklich eine einfache Wirtschaftslehre.

„Millionen Kunden entscheiden sich für Monzo für einen größeren Teil ihres Finanzlebens.“ – Diana Layfield

Sie hat Anfang dieses Jahres die Nachfolge von TS Anil angetreten. Ein ehemaliger Google-Manager leitet nun die Verantwortung. Sie sieht es deutlich.

Aber Kredite sind nicht die einzige Geschichte. Es gibt das Abo-Modell.

Monzo verlangt für zusätzliche Sachen Gebühren. Tools zur Geldverwaltung. Rabatte bei Greggs. Vergünstigungen im Vue-Kino. Klingt kleinteilig. Das ist es nicht. 1,6 Millionen Menschen zahlen tatsächlich dafür.

Die Einnahmen aus Gebühren und Provisionen stiegen um 39 % auf 459 Mio. £.

Es ist ein bedeutender Teil des Kuchens.

Das Benutzerproblem

Monzo hat 15,2 Millionen Kunden.

Gemessen an der Mitarbeiterzahl sind sie mittlerweile die siebtgrößte Bank im Vereinigten Königreich. Große Zahlen. Dennoch stehen sie vor einem drängenden Problem. Viele Benutzer behandeln sie wie einen Spartresor oder eine Einkaufskarte, nicht mehr.

Die Bank möchte Ihr Hauptkonto. Ihr Gehalt muss in Monzo landen.

Derzeit vollziehen etwa die Hälfte ihrer aktiven Nutzer diesen Wechsel. Das entspricht etwa einem Drittel ihrer Gesamtbasis. Der Rest hält immer noch einen Fuß in Großbanken. Traditionelle Giganten. Monzo setzt alles daran, diese Kunden vollständig zu überzeugen.

Der CEO-Abgang

Die Führung hat kürzlich den Besitzer gewechselt.

TS Anil, der ehemalige Chef, ging weg. Er erhielt letztes Jahr 3,5 Millionen Pfund als Gehalt. Weniger als die 12 Millionen Pfund, die er erbeutete, als sich der Gewinn im Vorjahr vervierfachte. Der Bonuspool ist geschrumpft. In Ordnung, vielleicht. Oder vielleicht auch nicht.

Er ist weg. Layfield ist hier. Der Fokus verschiebt sich. Von der schnellen Expansion bis zur Vertiefung des Engagements. Damit jeder Benutzer mehr wert ist.

Reicht es aus, um die Ordnung in den Einkaufsstraßen zu stürzen?

Niemand weiß es.