Es taucht jetzt überall auf.
Durch Feeds scrollen? KI-Anzeigen.
Auf der Suche nach Schuhen? Wahrscheinlich KI-generierte Bilder.
YouTube schauen? Wahrscheinlich synthetische Medien im Eckpunkt.
Google hat endlich einen Pin eingebaut. Oder besser gesagt, ein Etikett.
Am Donnerstag hat der Suchriese eine Funktion eingeführt, die Ihnen genau sagen soll, wann eine Anzeige durch generative künstliche Intelligenz erfunden oder verändert wurde. Kein Raten mehr. Sie werden wissen, ob es sich bei dem, was Sie sehen, um ein Foto einer realen Person handelt, die eine echte Limonade in der Hand hält, oder um ein durch Code generiertes synthetisches Komposit.
Warum ist es wichtig zu wissen, wie Anzeigen erstellt wurden?
Vertrauen ist im digitalen Marketing eine fragile Sache.
Wenn KI die schwere Arbeit für Kreative übernimmt, sparen Marken Geld. Sie senken die Produktionskosten. Sie greifen auf visuelle Möglichkeiten zu, die früher ein Hollywood-Budget erforderten. Es ist effizient.
Aber Effizienz ist nicht immer ehrlich.
Sehen Sie eine Anzeige, die ein Produkt in einer makellosen, unmöglichen Umgebung zeigt? Ich frage mich, ob das Modell in Wirklichkeit genau so aussieht? Diese Trennung ist wichtig. Verbraucher sind verwirrt, wenn die Realität durch Algorithmen geglättet wird.
Google möchte diese Undurchsichtigkeit beheben.
Das neue System soll eine klare Offenlegung ermöglichen, damit die Zuschauer entscheiden können, was sie anspricht.
Das dient nicht nur dem Spaß. Es geht auf das wachsende Unbehagen darüber ein, dass synthetische Medien das Internet überladen. Es hilft bei der Beantwortung der Frage: Ist das echt oder hat eine Maschine es hübsch aussehen lassen?
Wo man KI-Offenlegungs-Tags findet
Sie benötigen keine spezielle Software. Nur ein Telefon oder Laptop mit Internet.
Gehen Sie zum Bereich „Mein Anzeigencenter“. Finden Sie eine Anzeige. Klicken Sie auf das Dreipunktmenü oder das kleine „i“-Infosymbol. Dies funktioniert bei der Suche, auf YouTube und bei Discover.
Ein neuer Abschnitt erscheint.
Es ist mit „Wie diese Anzeige erstellt wurde“ beschriftet.
Im Inneren sagt es Ihnen die Wahrheit. Hat der Werbetreibende bei der Erstellung KI verwendet? Bearbeiten? Das Etikett zeigt diesen Status deutlich. Wenn Sie generative KI-Tools über die Plattformen von Google nutzen, zeigt das System diese Offenlegung automatisch an. Sie müssen nicht darüber nachdenken. Die Beschriftung wird standardmäßig angezeigt.
Wer ist für die Etiketten verantwortlich?
Hier ist der Haken.
Wenn die Anzeige auf der Google-eigenen Plattform erstellt wurde, wird sie vom System verarbeitet. Es ist automatisiert.
Aber wenn die Anzeige von woanders kommt? Eine andere Plattform? Ein Tool eines Drittanbieters?
Dann kommt es bei der Kennzeichnung auf die Ehrlichkeit des Werbetreibenden an.
Google gibt ihnen die Kontrolle. Der Werbetreibende gibt an, ob KI eingesetzt wurde. Diese Eingabe steuert das Label, das direkt auf dem Anzeigenbildschirm angezeigt wird. Google prüft dies nicht auf Fakten. Sie werden kein Team schicken, um die Quelldateien jedes kreativen Assets Dritter zu prüfen.
Versagt hier also das System?
Vielleicht. Oder vielleicht sind Werbetreibende konformer als Sie denken. Lokale Gesetze spielen eine große Rolle. Wenn in Ihrer Gerichtsbarkeit eine KI-Kennzeichnung erforderlich ist, wird dieses Tag unabhängig vom internen Überprüfungsprozess von Google angezeigt. Die Verantwortung für die korrekte Kennzeichnung liegt ganz beim Vermarkter.
Google hat es klar gemacht.
Werbetreibende kümmern sich um die Einhaltung. Sie haften für die Wahrheit des Etiketts.






























